Schwarze Johannisbeeren: Heute ist ein Beerentag!

Ich sitze mit der falschen Sorte Brötchen am Frühstückstisch und schaue in den Nebel. Die Bäckerei-Filiale hatte heute meine Sorte erst gar nicht bekommen. Die vom Wetterdienst für den Vormittag angekündigte Sonne ist auch noch nicht erschienen. Was lässt sich mit so einem Tag noch anfangen? Bevor ich in Trübsinn versinke, fällt mein Blick auf den Kühlschrank und ich erinnere mich an die dort zwischengelagerten Beeren. Die hatte ich eigentlich längst verarbeitet haben wollen. Einerseits, damit das Gefrierfach wieder frei ist und andererseits, weil ich kein „Wildbeeren-Gelee“ mehr habe.

m-2016_04aIch habe keine Ahnung, wie die Marketing-Abteilung von Schwartau auf die Idee gekommen ist, eine Mischung aus hauptsächlich Himbeeren und schwarzen Johannisbeeren als Wildbeeren zu bezeichnen, aber es hat sich eingeprägt und ich benutze den Ausdruck weiter, auch wenn ich die Mischungsverhältnisse geändert habe und das Gelee längst selber herstelle. Vielleicht ist es letztlich einfach nur die Bequemlichkeit nicht „Himbeergelee mit schwarzen Johannisbeeren und einem Hauch von Brombeeren“ sagen zu müssen. Das würde weder auf das Etikett des Geleeglases passen, noch würde sich irgendein Kunde solch eine Bezeichnung durchlesen wollen – vermute ich wenigstens. Dann doch lieber Wildbeergelee. Da kann sich jeder selbst vorstellen, was es sein soll und wie es schmeckt.

m-2016_04bDoch zurück zum Nebel und meinem Kühlschrank. Ich beschließe also, dass heute ein Beerentag ist. Ich werde endlich alle gefrorenen Beeren entsaften. Damit bin ich dann einen Schritt weiter und kann in den nächsten Tagen mit wenigen Handgriffen aus den einzelnen Säften von Schwarzer Johannisbeere, Brombeere, Himbeere und sogar ein wenig Aronia mein ganz eigenes Beerengelee Cuvee 2016 gestalten.

Grundlage für alle Säfte, die ich heute herstellen möchte sind einzelne, gründlich geputzte und gewaschene Früchte. Ich tausche mich gerne mit Anderen dazu aus, wie denn nun ein Gelee hergestellt wird und höre oft, dass es beim Entsaften nicht so wichtig ist, wenn auch ein paar Stiele, Blätter oder unm-2016_04c-sreife Früchte dabei seien. Ich glaube das nicht. Ich pflücke schon sehr ordentlich und trotzdem bleibt beim Putzen z.B. der Johannisbeeren noch richtig viel übrig. Ich möchte keinen Saft aus diesen Stielen und Blättern herstellen – und mich später fragen, weshalb der Gelee in diesem Jahr so komisch schmeckt.

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