Matina und ihr Kumpel Hokkaido gehen eigene Wege

In jedem Jahr gibt es Pflanzen, die sich eigene Plätze aussuchen. Meist sind es Stellen, die ich nie gewagt hätte, wie die Ritzen in den Terrassenplatten in denen sich seit zwei Jahren ein Löwenmäulchen wohlfühlt.In diesem Jahr haben eine Tomate (Matina) und ein Kürbis sich gezielt eine gute Nährstoffversorgung ausgesucht. Tief im Innern des Komposthaufens … Matina und ihr Kumpel Hokkaido gehen eigene Wege weiterlesen

Holunderernte 2022: Zwei Wochen früher als in anderen Gartenjahren

Zwei Wochen früher als in anderen Jahren ernte ich den ersten Holunder. Ich habe einen wilden Holunder zu einem Baum erzogen. Das sieht schöner aus als ein wild wuchernder Busch und lässt den Johannisbeeren, die dort ebenfalls wachsen genug Licht. Ohne es zu wissen habe ich damit einen Baustein aus der Permakultur umgesetzt: Anbau in … Holunderernte 2022: Zwei Wochen früher als in anderen Gartenjahren weiterlesen

Zitronenmelisse als Wildkraut dulden und länger das volle Aroma ernten

Viele Kräuter haben vom Frühling bis weit in den Herbst grüne Blätter. Dennoch sind sie nicht immer gleich aromatisch. Der Gehalt an Aroma- und Heilstoffen schwankt im Laufe des Jahres. Bei der Zitronenmelisse ist das Aroma vor der Blüte deutlich intensiver. Der häufig zu lesende Rat ist daher „Vor der Blüte pflücken“. Mittlerweile ist bei … Zitronenmelisse als Wildkraut dulden und länger das volle Aroma ernten weiterlesen

Buchvorstellung: Dave Goulson „Wildlife Gardening – Die Kunst im eigenen Garten die Welt zu retten“

Dave Goulson plaudert sehr lesenswert über vielerlei Themen. Alle seine Gedanken und Informationen sind absolut lesenswert. Ich habe zum Beispiel gelernt, dass die Raupen des Aurorafalters am liebsten die Schoten des Wiesenschaumkrautes fressen. Wenn ich ihn unterstützen will, brauche ich nur die Wiese nach der Blüte des Wiesenschaumkrautes eine Weile nicht mähen. Unterstützung durch Nichtstun, … Buchvorstellung: Dave Goulson „Wildlife Gardening – Die Kunst im eigenen Garten die Welt zu retten“ weiterlesen

Schwarze Johannisbeeren: Eine unterschätzte Insektenpflanze

In diesem Jahr hingen meine Johannisbeerbüsche übervoll mit Beeren. Dass ich trotzdem „nur“ ein Kilogramm pro Busch ernte, liegt auch daran, dass Johannisbeeren klein sind. Jedes Kilogramm Ernte entspricht etwa 1500 Beeren. Damit ich diese Beeren ernten kann, müssen Wildbienen und Hummeln vorher die Blüten bestäubt haben. 1500 Stück und mehr an jedem einzelnen Busch! … Schwarze Johannisbeeren: Eine unterschätzte Insektenpflanze weiterlesen

Das erste Heu von der eigenen Gartenwiese

Seit Jahresanfang habe ich zwei Flächen der Gartenwiese gar nicht mehr gemäht. Dort hat sich eine blühende Wiese entwickelt. Nachdem nun selbst der Wiesen-Pippau verblüht ist, wird es Zeit, die Wiese irgendwie zu kürzen. Am einfachsten wäre ein Rasenmäher mit einer Schnitthöhe von 15 Zentimetern (gibt es so etwas?) oder eine echte Sense. Beides habe … Das erste Heu von der eigenen Gartenwiese weiterlesen

Ein neuer Gast in meinem Garten: Das Sommer-Landkärtchen

Mein Garten ist weit davon entfernt eine Wildnis zu sein. Und selbst über die Frage, was ein Naturgarten ist, gehen die Meinungen weit auseinander*. Für mich bedeutet Naturgarten, dass die Brennnessel auch mal stehen bleiben dürfen – auch wenn ich dort noch nie die versprochenen Falter oder Raupen gesehen habe. Ein breiter Streifen Wiese bleibt … Ein neuer Gast in meinem Garten: Das Sommer-Landkärtchen weiterlesen

Natternkopf, eine wichtige Insektenpflanze – Eine von vielen

Im letzten Jahr wirkte der Natternkopf in meinem Garten recht gakelig und ich war schon etwas enttäuscht von der angeblichen Insektenvielfaltwunderstaude. Heute strahlt er in der Morgensonne. Endlich habe ich also eine weitere der berühmten und immer wieder empfohlenen Insektenpflanzen im Garten. Während ich auf der Terrasse sitze summt und brummt es neben mir. Es … Natternkopf, eine wichtige Insektenpflanze – Eine von vielen weiterlesen

Sommer mit Wegwarte – Wie viel Unkraut braucht der Garten?

Jetzt ist also Sommer! Nach dem Abendessen ist es noch stundenlang hell. Irgendwann beginnt es in der Hecke zu rascheln: Die Igel sind auf der Suche nach ihrem Abendessen. Das Shriie-shriie der Mauersegler wird vom lautlosen Flattern der Fledermäuse abgelöst. Sommertage aus dem Bilderbuch der Kindheit. Die Trockenheit ist gestern für ein paar Stunden hinter … Sommer mit Wegwarte – Wie viel Unkraut braucht der Garten? weiterlesen

Sommerabend mit Igel

Die Mauersegler fegen durch den Abendhimmel. Mit ihren spitzen Schreien jagen sie um die Hausecken. Shriie-shriie! Die Dämmerung nimmt dem Sommertag langsam die Hitze. Ein erster kühler Abendhauch weht durch den Garten. Ein Rascheln in der Hecke! Eine späte Amsel? Da wieder. Wir sitzen ganz still auf der Gartenbank. Nach dem dritten vierten Rascheln trippelt … Sommerabend mit Igel weiterlesen

Wiesen-Witwenblume und Skabiose – Zwei leicht verwechselbare Schmetterlingsmagneten

Vor zwei Jahren habe ich auf den mageren Bergwiesen der Rhön die Wiesen-Witwenblume für mich entdeckt. Ich habe mir dann im Pflanzenmarkt mehrere Exemplare davon zugelegt und freue mich seitdem über die lange Blüte und die Schmetterlinge, die sich tatsächlich dort einfinden. Aber irgendetwas muss auf dem Weg von der Idee bis zur Umsetzung schief … Wiesen-Witwenblume und Skabiose – Zwei leicht verwechselbare Schmetterlingsmagneten weiterlesen

Rhabarber ist mehr als Kuchen und Kompott: Selbstgemachter Rhabarbersaft (Rezepte für Rhabarber Teil 2)

Beflügelt vom Geschmack der Rhabarber-Himbeer-Marmelade wage ich ein weiteres Experiment: Rhabarbersaft. Ich habe ihn bei einem Empfang zum Firmenjubiläum als Schorle kennengelernt. Statt „langweiligem“ Apfelsaft gab es rosafarbene Bio-Schorle mit Rhabarber. Nun ja, die Farbe kommt aus Rote Beete und Cassis, aber der Geschmack ist eindeutig Rhabarber. Wie der wohl schmeckt, wenn ich den Farbstoff … Rhabarber ist mehr als Kuchen und Kompott: Selbstgemachter Rhabarbersaft (Rezepte für Rhabarber Teil 2) weiterlesen

Gebt Wildstauden eine Chance!

Nachdem die typischen Frühblüher von Narzisse bis Tulpe schon wieder verblüht sind, lassen viele der offiziellen Gartenstauden noch immer auf sich warten. In meinem eher wilden Garten muss ich die Zierstauden zudem sorgsam behüten, damit sie nicht von Quecke und Scharfem Hahnenfuß überrannt werden. Aus irgendeiner Sommerblumenmischung ist leider auch eine Prunkwinde in das Staudenbeet … Gebt Wildstauden eine Chance! weiterlesen

Das Ende der Wintersaison – Feldsalat und Wirsing blühen

Der klassische Salat steht noch weitgehend in der Anzuchtschale. Vielleicht darf er schon die ersten Sonnenstrahlen als Freiland-Setzling sammeln. Die wilden Cousins sind dagegen längst erntereif. Giersch, Vogelmiere oder Sauerampfer füllen die Schüsseln. Die Zeit für Scharbockskraut ist sogar schon wieder vorbei. Zusammen mit den oft als Unkraut gescholtenen Wildsalaten aus dem aktuellen Jahr, gab … Das Ende der Wintersaison – Feldsalat und Wirsing blühen weiterlesen

Die Felsenbirne ist immer wieder ein Highlight des Frühlings

Kurz nach den Küchenschellen erschienen auch die Knospen der Felsenbirne. Beide sind wie in einen wolligen Flaum gehüllt. Für die nächsten Tage war böser Frost angesagt und ich sorgte mich, dass die filigranen Blütensterne erfrieren, bevor sie aufblühen konnten. Alle paar Tage schaute ich nach den Knospen und machte neue Fotos. Und jedes Mal war … Die Felsenbirne ist immer wieder ein Highlight des Frühlings weiterlesen

Staudenbeet im Winter – Theorie und echter Garten

Ich kenne die flehentlich vorgetragene Bitte, die verblühten Stauden im Winter unbedingt stehen zu lassen. Vögel und Insekten fänden darin Winterfutter und Herberge. Das sogenannte Abräumen der Beete hat in diesem Zusammenhang schon fast etwas Verwerfliches. Viele Stauden blühen richtig lange. Daher ist das Abschneiden der alten Stängel sowieso eine Arbeit, die erst sehr spät … Staudenbeet im Winter – Theorie und echter Garten weiterlesen

So schmeckt der November (Novembergarten mit allen Sinnen 3)

Wie schmeckt ein Garten? Schmecken im Garten ist ja wohl einfach. Warme saftige Erdbeeren direkt aus dem Beet. Tomaten die fruchtig und süß nach Sonne im Süden schmecken. Ähm, halt, es ist November. Es gibt zwei oder drei allerletzte rote Tomaten, die nicht von der Krautfäule dahingerafft wurden. Sie schmecken kalt und nass. Selbst Supermarkttomaten … So schmeckt der November (Novembergarten mit allen Sinnen 3) weiterlesen

Von Räh-räh-räh bis Plopp: Geräusche im Novembergarten (Novembergarten mit allen Sinnen 2)

Automotoren drängen als erstes ins Ohr. Ein brummendes Geräusch, tönt angestrengt bergan, dann abrupt in doppelter Lautstärke, hell und rasselnd, wenn der Belag der Straße zu Kopfsteinpflaster wechselt. Dazwischen, in den Autopausen, die es zum Glück reichlich gibt, ein klopfendes Geräusch. Nichts mechanisches. Einen Specht stelle ich mir so vor. Aber es ist die Vorstellung … Von Räh-räh-räh bis Plopp: Geräusche im Novembergarten (Novembergarten mit allen Sinnen 2) weiterlesen

Sonniger November (Novembergarten mit allen Sinnen 1)

Beim Übergang vom Oktober zum November zeigte sich die gruselige Seite des Spätherbstes. Nasskalt und windig. Die Zeitumstellung brachte noch mehr Dunkelheit. Für ein paar Tage sind nun Sonne und Farbe noch einmal zurückgekehrt. Es tut so gut draußen zu sein. Der Winter wird lang und dunkel genug. Umso wichtiger ist es, jetzt noch die … Sonniger November (Novembergarten mit allen Sinnen 1) weiterlesen

Wirsing als Herbst-Salat

In diesem Jahr habe ich statt Wirsing-Anbau eher eine Aufzucht von Kohlweißlingen betrieben. Einige Wirsingköpfe sind von den Raupen bis auf die Skelette abgenagt. Andere Köpfe sehen auf den ersten Blick gut aus, aber in der Küche offenbart sich dann das ganze Grauen. Kein einziges Blatt, das nicht von mindestens einer Raupe bewohnt ist. Auch … Wirsing als Herbst-Salat weiterlesen