Gartentagebuch 2020

Farn14. Februar: Wintergrüner Farn

Erst jetzt fällt mir auf, dass meine beiden neuen Farne im Winter grün bleiben. Ich hatte bisher nur den „normalen Waldfarn“, der seine Blätter im Winter verliert und im Frühling neu ausrollt. Nun freue ich mich besonders über die beiden neuen.

Salbeibusch mit im Winter erfrorenen Blättern. 13. Februar: Jedes Jahr erfriert der halbe Salbeistrauch

Es ist in jedem Spätwinter das gleiche Bild. Nach einigen Frostnächten ist der halbe Salbeistrauch erfroren und der Rest ist unversehrt. Es ist ein einziger Strauch. Alle Zweige treiben aus der selben Wurzel aus und doch ist es einigen Zweigen zu kalt.

5. Februar: Erste Aussaat der Fleischtomaten

Ich habe die ersten Fleischtomaten ausgesät. Ich plane die Pflanzen ab April auf den Balkon zu stellen und erhoffe mir damit eine frühere Ernte.

Keltischer Frühlinsanfang2. Februar: Maria Lichtmess / Keltischer Frühlingsanfang

Die Kelten hatten ihren Sommer so definiert, dass Mittsommer genau in der Mitte des Sommers war. Wir feiern zwar auch den Mittsommertag, aber für unsere Jahreszeit Sommer ist er gar nicht die Mitte. Der keltische Sommer umfasst die 6 Wochen vor und nach Mittsommer. Auf die gleiche Weise ergeben auch sich alle anderen keltischen Jahreszeiten. Der Frühling besteht demnach aus den 6 Wochen vor der Frühlings-Sonnenwende und den 6 Wochen danach. Die keltischen Jahreszeiten beginnen und enden immer genau in der Mitte unserer Jahreszeiten. Der keltische Frühling beginnt am 2. Februar und geht bis zum 1. Mai.

In der katholischen Tradition findet sich der 2. Februar als Maria Lichtmess wieder. Der 2. Februar ist genau 40 Tage nach Weihnachten und damit der letzte Tag der Weihnachtszeit. Erst an diesem Tag werden in den Kirchen traditionell die Krippenfiguren eingepackt. Für die Bauern begann mit Maria Lichtmess das Arbeitsjahr. Knechte und Mägde bekamen ihren Lohn und hatten ein oder zwei Tage frei.

 

25. Januar: Der Frühbeetkasten ist fertig

Aus einem alten Fenster und gesammelten Holzplatten konstruiere ich einen Frühbeetkasten, der auf dem Hochbeet steht. Damit die Maße von Fenster und Hochbeet zusammenpassen, muss ich den Kasten um 90 Grad drehen. Jetzt kann der Frühling kommen. Ich werde gleich mein Saatgut neu sortieren und prüfen, was sich als erstes in das neue Frühbeet säen lässt.

17. Januar: Das letzte Mal Rasenmähen für 2019

Ich habe wirklich den Eindruck, es sei Mitte November. Das Wetter und der Rasen passen dazu. Im Dezember kam ich nicht dazu. Nun denn, dann eben Rasenmähen im Januar. Kälte und Schnee werden noch kommen. 

10. Januar: Weiter auf Queckenjagd

Sobald das Wetter es zulässt, gehe ich auf Queckenjagd. Große Teile des Staudenbeetes habe ich im letzten Jahr von der Quecke zurückerobert. Nun ist es wichtig dran zu bleiben. Die Wurzeln lassen sich gut aus der nassen Erde herausziehen. Nach einer Weile ist dann allerdings alles matschig: Finger, Handschuhe, Unkrautstecher, Alles. 

6. Januar: Nutzen Amseln ihr Nest mehrfach?

Beim Heckeschneiden habe ich mehrere Amselnester aus dem letzten Jahr entdeckt. Eines ist mir direkt entgegengefallen. Nachdem ich es ausführlich bewundert habe, habe ich es wieder in die Hecke montiert. Ich frage mich, ob die Amseln die Nester in diesem Jahr wohl noch einmal benutzen.

Salbei. Einzelne Bläter eines Strauches mit Eiskristallen überzogen.2. Januar: Gefrorener Salbei

Das Jahr beginnt mit zwei nebelfrostigen Tagen. Ich blicke mit dem Sucher der Kamera durch den Garten und halte Ausschau nach den glitzernsten Eiskristallen.