Der Sauerampfer ist aus den Sommerferien zurück – Die zweite Saison für Wildsalat

SauerampferZwei Jahre lang habe ich den Sauerampfer im Hochbeet blühen lassen. Nun endlich hat er sich zwischen allerlei Wildkräutern unter den Aronia-Büschen angesiedelt. Also, der Sauerampfer hat natürlich nicht zwei Jahre durchgehend geblüht. Aber über den Zeitraum von zwei Jahren habe ich die Blüten erst abgeschnitten, wenn sie verblüht waren. Es ist dem Sauerampfer gelungen sich selbst gegen Löwenzahn, Giersch und Pyrenäenstorchschnabel zu behaupten und auch ein Platz auf der Aronia-Wiese zu bekommen. Der Sauerampfer hat das geschafft, was mir mit einem Blühstreifen misslungen ist: Einfach das Saatgut auf einer vorhandenen Wiese verteilen und warten. Es geht also doch. Vielleicht braucht es mehr Zeit. Dass ich nicht täglich ungeduldig daneben gestanden habe, hat wahrscheinlich auch geholfen.

Sauerampfer wächst schon sehr früh im Jahr. Aber sobald es Juni wird, ist es dem Sauerampfer zu warm oder zu trocken. Das ist bei mir etwa die Zeit, in der der ausgesäte Kopfsalat reif ist. Die beiden wechseln sich beim Befüllen der Salatschüssel ab. Mit den kühler werdenden Tagen ist der Sauerampfer nun wieder da.

KapuzinerkresseAuch die Kapuzinerkresse wagt einen zweiten Anlauf. In diesem Sommer ist sie tüchtig von den Erdflöhen zerbissen worden. Den größten Teil der Kapuzinerkresse habe ich entfernt. In den Tomatenkübeln hatte ich die durchlöcherten Blattruinen schlichtweg übersehen. In den Wurzeln steckt offensichtlich genug Kraft, um nun nach Sommerhitze und Plagegeistern, mit gesunden Blättern wieder neu auszutreiben. Ich kann nun rechtzeitig vor der Erkältungssaison wieder Kapuzinerkresse unter den Salat mischen.

Kapuzinerkresse enthält Senföle. Diese wirken antibakteriell und durchblutungsfördernd. Die Kapuzinerkresse wird daher auch als pflanzliches Antibiotikum bezeichnet. Die Wirkung ist so gut nachgewiesen, dass in Kombination mit Meerrettich zugelassene Medikamente gegen Harnwegsinfekte und Erkältungskrankheiten gibt. Ein Salat, der nicht nur lecker ist und satt macht, sondern auch noch gegen Erkältung hilft? Genial!

VogelmiereDer dritte meiner Sommerrückkehrer ist die Vogelmiere. Fast den ganzen Winter hindurch hält sie tapfer die Stellung. Aber im Sommer muss selbst dieses sonst so unausrottbare Gewächs eine Pause einlegen. Ich freue mich direkt, dass sie nun wieder da ist. Eine freie Fläche im Hochbeet besiedelt sich als lebendiger Mulch. Und die Salatschüssel kann ich auch damit ergänzen.

Je vielfältiger ich den Garten gestalte und ihn auch selbst gedeihen lasse, desto größer ist letztlich meine eigene Ernte. Auch wenn die Vogelmiere oder andere Wilde manches Mal zu vorlaut wuchern. An anderen Tagen bin ich froh, dass ich sie habe und mit ihnen die Salatschüssel füllen kann.

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