Tomatenbilanz 2: Standorte

Nachdem ich über die einzelnen Sorten schon berichtet habe, geht es nun um die verschiedenen Standorte:

1 Die Tomatenkiste:

Die Tomatenkiste ist eine Art Mini-Hochbeet an der Südwand des Hauses. Die Pflanzen bekommen viel Sonne und das Haus schützt etwas vor Regen. In der Tomatenkiste haben die Pflanzen sehr viel Erde und jedes Jahr fülle ich abgelagerten Pferdemist und Kompost-Erde nach.

Dies ist auch in diesem Jahr wieder ein sehr guter Platz für Tomaten. Damit die Spiral-Stangen einen besseren Halt haben, habe ich sie zuerst untereinander und dann an zwei Stellen mit der Hauswand verbunden. Im nächsten Jahr wird der Platz wieder für Tomaten reserviert sein.

2 Das Freiland:

Tomatenpflanzen in einem ganz normalen Beet ohne Regenschutz oder sonstige Extras.

In diesem Jahr hat es sehr wenig geregnet und alle Tomatenpflanzen, ganz egal welcher Standort, haben sich gut entwickelt. Zusätzlich habe ich den Eindruck mit der roten Zora eine gute Wahl für das Freiland getroffen zu haben. Die Pflanzen wuchern bis in große Höhen und tragen reichlich Früchte.

Wenn ich jedoch das Gesamtkonzept des Gartens betrachte, wird klar, dass mir Beete für Zucchini, Salat und Beeren fehlen, während ich mit der „Trockenen Hausecke“ einen wirklich gelungenen Standort für Tomaten gefunden habe. Es macht also keinen Sinn, einen Platz, der für Tomaten eine echte Herausforderung, aber für andere Pflanzen der ideale Standort ist, für Tomaten zu nutzen. Daher werde ich auf dem Freiland-Beet im nächsten Jahr keine Tomaten mehr anbauen.

3 Trockene Hausecke & Tomatenversteck:

Die Ostseite des Hauses ist die Entdeckung des Tomaten-Jahres 2015. Im letzten Jahr stand an dieser Stelle noch eine Zier-Quitte. Sie war von den Vor-Besitzern des Hauses so hoffnungslos zurechtgestutzt worden, dass es ihr nie gelungen ist Begeisterung bei mir zu wecken. Irgendwie stand sie eigentlich einfach nur im Weg. Nachdem ich den Busch entfernt hatte, wurde klar, wie trocken, diese Stelle ist. In den Monaten bevor ich die Tomaten dort ansiedelte, hatte sich nicht einmal Unkraut ausgebreitet. Für die Tomaten ist es ein wirklich toller Platz, den ich im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder nutzen werde.

Das „Tomatenversteck“ ist eigentlich gar kein besonderer Platz, sondern nur eine Lücke zwischen Rosen und Regentonne, die bisher ungenutzt war. Vor den Tomaten stehen bis zu 2 Meter hohe Wegwarten, die die Tomaten verdecken. Die Wegwarten haben sich mittlerweile erfolgreich im Garten angesiedelt und müssen den Tomaten im nächsten Jahr deutlich mehr Raum lassen.

4 Der Balkon (Rückblick auf 2014)

Ich stelle auf dem unbenutzten Südbalkon 8 Kübel mit je 50 Litern Inhalt auf. In jeden Kübel pflanze ich eine Stab-Tomate. Es ist mühsam, die Pflanzen täglich mit ausreichend Wasser zu versorgen. Ich bin unsicher, ob die Statik des Balkons zusätzlich zu den Pflanzkübeln auch noch ein Wasser-Fass zum Sammeln von Regen aushält. Daher schleppe ich täglich Gießkannen von der Terrasse durchs Wohnzimmer, die Treppe hoch, durchs Arbeitszimmer und auf den Balkon. Allein die Beschreibung des Ablaufs macht schon deutlich, dass dies keine wirklich gute Lösung ist.

Die Pflanzen haben genug Sonne und einen perfekten Regenschutz, aber es mangelt an Wasser zum Gießen und die Kübel sind nicht groß genug für Stabtomaten. Der Balkon ist für eine, maximal zwei Stab-Tomaten geeignet. Ansonsten ist es ein guter Platz, für alle Pflanzen, deren Namen mit „Mini“ beginnt.

TE-2015_19

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