Spatzenhaus – Eine gute Idee wird von der Natur überwuchert

Winter. Karg, unwirtlich und braun.
Für die Jahreszeit zu warm. Was soll diese Floskel heißen? Dass die Hainbuchenhecke gefälligst Blätter haben sollte, obwohl es Januar ist? Natürlich hat sie keine Blätter. Es ist ihr egal, ob Schnee liegt oder nur Schmuddelwinter aus früher Dunkelheit und klammen Plusgraden um sie herum ist. Sie wartet auf den Frühling und längere Tage.

In den letzten Jahren stand ein Holzstapel vor der Hecke. Kein Licht von zwei Seiten, ist dann selbst für Buchen zu finster. Den Holzstapel hat der Schmuddelwinter inzwischen auch ohne Frost verbrannt. Nun geht der Blick kahl und leer auf Nachbars unverputzter Garage. Einzig ein paar Spatzen flattern unentwegt umher.

Doch dann die Idee!
Die Spatzen suchen nach Ritzen in Mauern und Dächern. Wusstet ihr, dass Spatzen keine Nester bauen, sondern nach Hohlräumen suchen? Ich wusste es nicht. Aber ich sehe sie jeden Tag beim Teekochen. Ich stehe in der Küche, warte auf den Wasserkocher und sehe die suchenden Spatzen.
Die Garage ist zu neu, als dass sie Ritzen für Spatzen hätte. Aber wenn es keine natürlichen Schlupfwinkel gibt, warum nicht einfach ein paar künstliche Ritzen ergänzen? Das war der Plan!

Die Idee wird von der Natur überwuchert
Die Hecke erholte sich in einer unglaublichen Geschwindigkeit! Im Sommer waren weder Spatzenkasten noch Garagenwand zu sehen. Gleichzeitig hatten die Spatzen keinerlei Interesse am neuen Dreifamilienhaus.

Nach dem herbstlichen Rückschnitt der Hecke ist das Spatzenhaus wieder zu sehen. Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass Spatzen – ähnlich wie Mauersegler – eine gewisse Mindesthöhe bevorzugen. Ich werde im Winter nach einem neuen Platz für das Saptzenhaus suchen. Ich hatte mich auf regen Betrieb am Spatzenhaus und einen Logenplatz während des frühmorgendlichen Teekochens gefreut. Vielleicht wird der neue Platz nicht so gut für mich sein, aber hoffentlich besser für die Spatzen.

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