BuJo 4 – Ich richte das Bullet-Journal für den Tomatengarten ein

Ich habe mich im letzten Frühjahr schon einmal an ein BuJo gewagt und saß am Anfang verunsichert und zögerlich vor dem neu gekauften Notizbuch mit den vielen leeren Seiten. Die Beschreibungen, wie ein Bullet-Journal funktioniert waren alle schön und gut – aber nun wollte ich auch tatsächlich damit anfangen. Die Theorie erschien klar, aber was musste ich denn jetzt ganz konkret tun?

Aus dieser Erfahrung heraus, empfehle ich mit einem Probe-BuJo anzufangen. Statt des neuen und edlen Notizbuches tut es auch ein Din A5 Schulheft. Einfach mal anfangen. Ich habe in den ersten Monaten mehrfach umgeplant und neu angefangen. Das ist ganz normal. Man muss für sich selbst herausfinden, welche Bausteine man braucht und wie man sie passend gestaltet.

Für mein BuJo „Tomatengarten 2021“ fange ich mit dem Index an. Ich nehme dafür die erste Doppelseite. Im Laufe des Jahres werden viele Einträge dazukommen und ich möchte, dass der gesamte Index an einer Stelle ist. Auf diese Weise ist der erste Eintrag bei mir auf einer linken Seite. Daher bekommt diese linke Seite untypischerweise die Seitennummer 1.

Auf der nächsten linken Seite geht es weiter mit der Liste meiner Symbole und Abkürzungen, dem Key. Die „klassische“ BuJo-Idee ist, für jeden Eintrag im Daily Log ein Symbol zu verwenden und dieses dann zu verändern, wenn der Eintrag bearbeitet ist. Mir ist das zu mühsam. Außerdem sieht es schnell unordentlich aus, wenn ich nicht immer mit dem gleichen Stift schreibe. Ich verwende für normale Aufgaben einfach gar kein Symbol. Alles, was kein Symbol hat, ist eine Aufgabe. Wenn es erledigt ist, bekommt es einen Haken. Es darf einfach sein.

Ich weiß bereits, dass ich das BuJo für den Garten und das Schreiben von kurzen Geschichten nutzen werde. Außerdem wird sicher auch mein Alltagsjob im Büro vorkommen und es wird auch Dinge geben, die halt irgendwie zum Leben dazugehören, wie Straßefegen oder Reifenwechsel. Für diese Themen lege ich die Kürzel Tomaten, Schreiben, Büro und Alltag fest.

Auf Seite 4 geht es mit der ersten sogenannten Collection weiter. Auf dieser Seite werde ich alle Einträge zu den Tomaten sammeln. Diese Seite ist quasi ein Spezial-Index nur für Einträge über Tomaten. In den letzten Jahren habe ich mehrfach ausgesät und es immer an einer neuen Stelle notiert. Nun schlage ich auf Seite 4 des BuJos nach und weiß, auf welcher Seite die Liste der Tomatensaaten ist. Dort kann ich die weiteren Einträge ergänzen. Die Seite für dieTomaten-Collection wäre eine passende Stelle für eine der Zeichnungen, die sich in den meisten BuJos finden. Ich belasse es lieber bei einer Postkarte als Lesezeichen.

Seite 5 ist der Platz für die erste Monatsübersicht. Ich trage alle Tage ein und markiere die Wochenenden mit einem Strich. Zusätzlich kommen markante Ereignisse in die Übersicht. Der Geburtstag der fiktiven Sabine genauso wie ein T für die erste Tomatenaussaat.
Auf Seite 6 kommt die zweite Collection: Schreiben. Alles, was ich im Laufe des Jahres an schnellen Skizzen oder ausführlichen Detailbeobachtungen, die über eine kurze Notiz im Daily Log hinausgehen, schreibe, wird hier zusammengefasst.
Eigentlich müssten die Seiten 5 und 6 umgekehrt belegt sein. Erst die Collection und dann die Monatsübersicht. Da ich jedoch meist mit rechts schreibe, nutze ich für die Collection lieber eine rechte Seite. Die Monatsübersicht ist eher zum Nachschlagen des Kalenders gedacht. Wenn sie einmal angelegt ist, wird es dort kaum weitere Einträge geben. Auch hier wieder: Ich verwende die Bausteine so, wie es für mich eine Hilfe ist.

Seite 7: Endlich die ersten echten Einträge! Für heute, den 19. Februar habe ich nur wenige Pläne. Ich lasse noch etwas Platz, falls noch Aufgaben oder Notizen dazukommen. Aber wenn wenig los ist, brauche ich nicht mühsam weiter Aufgaben erfinden, damit der Tag nicht so leer aussieht. Am 20. Februar will ich die ersten Tomaten aussäen. Natürlich werde ich an diesem Tag auch frühstücken, einige Kannen Tee kochen oder einkaufen gehen. Aber das alles schreibe ich hier nicht als Plan auf.
Fertig! Damit ist das Bullet-Journal für den Tomatengarten angelegt. Jetzt brauche ich es nur noch benutzen. Ich bin gespannt, wie es mir weiterhilft!

So sehen die ersten vier Doppelseiten in einem frisch angelegten Bullet-Journal aus:

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