Giersch aufessen Teil 2: Giersch-Gemüse kochen

Mein Garten liefert verlässliche Woche für Woche neuen Giersch. Ich stelle mir daher weiterhin die Frage, was sich aus dieser Pflanze machen lässt. Jürgen Dahl stellt den Giersch in seinem Buch „Nachrichten aus dem Garten“ als „absolut wartungsfreies Dauergemüse“ vor. Das ist wirklich ein interessanter Gedanke. Giersch wächst fast das ganze Jahr und ich tue überhauptgarnichts dafür, dass er gedeiht. Wenn er sich als Gemüse nutzen ließe, wäre das eine verlässliche Quelle für frisches Gemüse. Ich werde versuchsweise ein gerne verwendetes Gemüsegericht (Wirsing-Nudeln mit Hackfleisch) für Giersch abwandeln.

Ich pflücke eine übervolle Schüssel Gierschblätter. Nach dem Putzen sieht der Berg schon viel kleiner aus. Um ein besseres Gefühl für die Mengen zu bekommen, wiege ich alles ab. Außerdem, wenn das Ergebnis gut schmeckt, muss ich ja wissen, wie ich es wiederholen kann.

Fazit: Gierschblätter werden zart, wenn man sie lange genug kocht. Sie behalten dabei ihren aromatischen Geschmack nach Karotten. Da die Gierschbläter dazu neigen aneinanderzukleben, ist es sinnvoll, sie gut mit dem Wirsing zu vermischen und reichlich Flüssigkeit zu verwenden.
(Ich habe Mengen und Ablauf im Vergleich zu den Fotos noch etwas überarbeitet.)

Mein Rezept für Wirsing-Giersch-Gemüse (für 2 Personen):

  • 150 Gramm Gierschblätter in reichlich Brühe kochen. Circa 3 Liter Wasser und 2 Würfel Gemüsebrühe.
  • Nach 5 Minuten 300 Gramm kleingeschnittenen Wirsing und 200 Gramm Nudeln zugeben.
  • In einer möglichst großen Pfanne 200 Gramm Hackfleisch anbraten.
  • Sobald die Nudeln gar sind, das Gemisch aus Gemüse und Nudel abgießen und in die Pfanne geben.
  • Alles gut vermischen und servieren. Ich streue gerne etwas Parmesankäse darüber.

2 Gedanken zu “Giersch aufessen Teil 2: Giersch-Gemüse kochen

  1. Man kann auch den Giersch etwas abzupfen und in Apfelsaft legen, aber nicht länger als 4-6 Stunden. Das Aroma zieht dann in den Saft und mit Sprudel aufgegossen, schmeckt die Käuterlimonade ganz lecker. Ich finde die Mischung 1 Teil Saft zu 2 Teilen Sprudel ganz gut. Liebe Grüße

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