Ein trüber und nasser Novembertag

In diesem Jahr ist der November wirklich nur trübe und nass und stürmisch. Ein Wetter, das mich ins Haus treibt. So einiges wäre draußen noch zu tun, aber es ist mir einfach zu garstig. Für manche Dinge ist es auch zu nass. Das Gemüsebeet umgraben und endlich alles, was dort nicht hinein gehört rausschmeißen. Oder die Stauden zurückschneiden. Doch wie soll das gehen, wenn die Erde schwer und die Pflanzen triefend nass sind?

Ich gebe zu, mir fällt nichts ein, was ich im Garten tun möchte. Aus Verzweiflung blättere ich schon die Gartenzeitschriften und schaue, was dort als Novemberarbeiten empfohlen wird. Doch die Texte sind ja sicher schon vor Wochen, wenn nicht Monaten erstellt worden, damit sie rechtzeitig, Anfang November beim Leser sind. Dort finde ich also auch nur die Dinge, die ich mir selber schon gedacht habe oder solche die auf mich nicht zutreffen. Ich habe kein Gewächshaus, das ich winterfest machen müsste.

Aber eine Runde durch den Garten laufen, das kann ich wenigstens machen, bevor ich mich wieder an den sicheren Platz vor dem Kamin zurückziehe. Nach anfänglicher Skepsis bin ich überrascht, was dort noch alles wächst und gedeiht:

  • Rucula und Spinat treiben frisch aus
  • Der viel zu spät und als Experiment ausgesäte Pflücksalat ist erntereif.
  • Eine Cosmea steht noch in voller Blüte
  • Zwischen welken Blättern und Unkraut finde ich eine junge und gerade einmal 30 Zentimeter hohe Tomatenpflanze.
  • Der Giersch beginnt an Kraft zu verlieren. Das mag ich im Auge behalten. Vielleicht ist jetzt eine gute Zeit ihn zu roden?
  • Immer wieder einzelne wunderschön bunte Blätter. Bei mir sind es vor allem Storchenschnäbel, die herbstlich leuchten.

Ich bin beeindruckt, wie wenig sich viele Pflanzen von dem garstigen Wetter schrecken lassen. Da bin ich als Mensch deutlich empfindlicher als selbst eine Tomatenpflanze. Im Garten arbeiten werde ich heute nicht mehr. In diesem Punkt bleibe ich bei meiner Einschätzung, dass es zu kalt und zu nass ist. Doch das Pflanzenleben im Garten geht an richtig vielen Stellen noch immer weiter. Das habe ich heute dazu gelernt.

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