Tomaten: Zwischenstand Juni

Auf den ersten Blick hatten sich die sehr früh (im April) gepflanzten Tomaten nicht besser entwickelt, als die weiter auf der Fensterbank vorgezogenen. Als ich dann im Mai die Lücken aufgefüllt habe, wurde aber doch deutlich, dass die Outdoor-Pflanzen kräftiger waren. Ich hatte die Pflanzen ja alle gleichzeitig ausgesät, aber die im Beet sind kräftiger, als die von der Fensterbank. Also lieber früher ins Beet und solange kein richtig echter Frost kommt, halten die Pflanzen es durch. Inzwischen habe ich gehört, dass es auch einfach an der Größe der Anzuchttöpfe liegen kann. Ich hatte zwar zwei Mal umgetopft, aber im Vergleich zu einem Beet ist natürlich jeder Topf klein.

Mittlerweile stürmen alle Pflanzen in die Höhe, haben Blüten und die ersten grünen Tomaten und bilden fleißig Seitentriebe. Ich breche zwar die neuen Triebe an den Blattachsen fast immer aus ( = ausgeizen), aber einige entdecke ich zu spät und ab einer gewissen Höhe teilt der Trieb sich in zwei gleichrangige Haupttriebe. Meist lasse ich dann beide weiter wachsen. Um auch den zweiten Haupttrieb festbinden zu können, habe ich einfach in etwa 1,50 Meter Höhe einen dünnen Ast quer montiert. Auf diese Weise bekommen alle Triebe Halt und ich kann auch dafür sorgen, dass die Blätter nicht zu eng aufeinander hängen.

Die für mich neue Sorte Quadro (Marktomate, Bingenheimer-Saatgut) hat sich zum Himmelsstürmer entwickelt. Sie überragt sogar die Rote Zora. Ich bin gespannt, ob das so weitergeht. Wenn ja, dann brauche ich im nächsten Jahr nochmehr 2,50 Meter hohe Tomatenstäbe – oder ich muss mir eine andere Marktomate suchen.

Die Cocktailtomate Ruthje ist dagegen bisher recht klein und gedrungen. Wenn sie weiterhin langsamer wächst als die anderen Sorten könnte das echt etwas für den Balkon sein. Immer wieder heißt es „Ich habe aber nur ein Balkon“. Ich rate dann meist von Stabtomaten ab. Ganz egal ob Salat- oder Cocktailtomate, alles was an einem Stab festgebunden werden muss ist zu groß. Allein schon, weil viele Balkonbesitzer eher einen Blumentopf auf den Balkon stellen als einen echten Kübel mit wenigstens 40 Litern Inhalt. Außer Ruthje habe ich in diesem Jahr auch eine spezielle kleinwüchsige Stabtomate namens Rotkäppchen. Diese beiden könnten also tatsächlich balkongeeignet sein.

Bei aller Planung bleibt nicht aus, dass ich mehr Pflanzen habe, als ich verkaufe oder selbst verwende. Die letzten Pflanzen standen nun bis letzte Woche immer noch in ihren Anzuchttöpfen in meinem „Pflanzenkindergarten“. Was soll ich bloß damit tun? Als ich gesehen habe, das einige der übrig gebliebenen nun sogar schon blühten und gar Tomaten angesetzt hatten, brachte ich es nicht übers Herz sie auf den Komposthaufen zu werfen. Auch wenn ich eigentlich schon gar kein Platz mehr habe, habe ich nun doch noch eine zweite Reihe mit Tomatenkübeln eröffnet. Nach gerade einmal einer halben Woche im Kübel, haben sich die Nachzügler wunderbar berappelt.

 

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