Ja, ich weiß, es ist bereits September… Vielleicht sollte die Überschrift also genau genommen lauten: „Das wären, die Aufgaben im August gewesen. Nun merke sie Dir wenigstens für das nächste Jahr!“.
Der August war erst unglaublich heiß und ich goss täglich meine Tomaten. Als dann der Regen begann, war ich erleichtert und beschäftigte mich mit anderen Dingen als dem täglichen Gießkannenschleppen. Für die Tomaten war dies offensichtlich der Moment sich neue Ziele zu stecken: Hoch hinaus und in alle denkbaren Richtungen. Die letzten Tage habe ich damit zugebracht, meine 20 Tomatenpflanzen auszugeizen und neu anzubinden. Besonders bei den Buschtomaten war das eine aufwendige Arbeit. Buschtomaten werden bei guten Bedingungen genauso hoch wie Stabtomaten. Wenn die anfangen zu wuchern, hilft nur ein radikaler Rückschnitt. Aber auch Stabtomaten sind fantasievoll, wenn die Spiralstange in Schräglage gerät oder das obere Ende der Anbindung erreicht ist.
Meine Tomaten sind in der pflegelosen Zeit zum Glück nicht völlig aus der Form geraten. Ich frage mich in solchen Situationen, wie es jetzt wohl den Menschen geht, die am Anfang der Saison ihre Pflanzlampen mit 50 bis 100 Tomatensetzlingen zeigten. Was wurde aus diesen Pflanzen und wer pflegt sie?
Trotz aller bisherigen Erfahrung lerne ich jedes Jahr weiter dazu. Abgesehen von „Ausgeizen im August“ heißt dies für mich in diesem Jahr: Tomaten, die zu hoch werden, sind zu hoch. Da nützt weder aromatischer Geschmack noch besondere Farbe.
Nachdem ich die Augustarbeiten nun nachgeholt habe, wird der September hoffentlich der Monat der Fleischtomaten.

