
In den letzten Wochen schlägt die Stunde der Trockenheitskünstler. Einer davon ist der Oregano (Dost), der unermüdlich blüht und den ganzen Tag von Schmetterlingen und Wildbienen umflattert wird. Einige der Schmetterlinge kenne ich bereits aus den vorigen Jahren. Andere sind mir aber auch neu.
Es fällt mir meist recht schwer, zu bestimmen, wer da nun flattert. Einen der Schmetterlinge entdeckte ich sogar erst auf dem Foto. Als ich die Fotos zugeschnitten habe, war ich ganz überrascht, dass da noch ein grau-weißer Falter zwischen den Blüten auftauchte. Natürlich möchte ich es gerne wissen und würde gerne alle Bilder mit den korrekten Namen benennen.


Andererseits kenne ich durchaus das Gefühl der Überinformation. Wenn jedes Detail mit deutschem und lateinischem Namen benannt wird und möglichst noch die Entwicklung über die letzten Tier-Generationen oder Menschen-Jahrzehnte mitgeliefert wird. Auf mich wirken solche Artikel dann oft eher einschüchternd. Muss ich jedes Kraut und jedes Krabbeltier kennen, bevor ich einen Gartenblog schreibe? Mittlerweile sage ich ganz eindeutig: Nein! Das Wissen um die Namen und Bedürfnisse meiner Gartenbewohner kommt nach und nach von alleine.
Heute freue ich mich darüber, dass so viele verschiedene Schmetterlinge hier ein Zuhause finden. Ich unterstütze alles Getier, so gut ich es kann und weiß: Mal mit Wasserschalen, mal mit Nicht-Mähen. Oft gibt es Grenzfälle, und was dem einen nützt, ist ein Nachteil für einen anderen. Es gibt nicht immer die eine perfekte Lösung, aber man muss es wenigstens probieren!

Der Schmetterling auf dem Dost (erstes Bild) könnte ein „Kleines Wiesenvögelein“ sein. Niedlich, einen Schmetterling als Vögelein zu bezeichnen.
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