Jedes Gartenjahr ist neu – Kein Jahr ist wie zuvor – Aber Garten ist niemals ein Wettlauf!

Kurz nach Weihnachten sehe ich die ersten Beiträge mit frisch gekeimten Paprika. Ja, Paprika entwickelt sich langsam. Wenn ich nicht erst im August/September ernten will, muss ich früh aussäen, sehr früh. Ja, es gibt jedes Jahr Gärtner, denen genau dies zum ersten Mal klar wird, die sich freuen wie Bolle, dass sie nun eine Winzigkeit mehr verstanden haben als im letzten Jahr. So ging mir das auch vor gar nicht langer Zeit.

Ich freue mich mit Jeder und für Jeden, der/die den eigenen Garten als Teil eines Weges in die Zukunft entdeckt. Dazu gehört ganz selbstverständlich, dass das eigene Gemüse nicht nur geerntet wird. Vorher muss es ausgesät und aufziehen werden. Und essen kann man Paprika, Tomaten oder auch Pfirsiche nur in den Monaten, in denen sie reif werden. Damit ist ein Garten gelebte Konsumkritik und ein Gegenentwurf zur Globalisierung.

Aber dann fangen wir Gärtner damit an, dem gewohnten Höher-Schneller-Weiter hinterherzujagen: Wer ist in diesem Jahr der erste mit erntereifer Zucchini im Februar? Ist dieses permanente Wettrennen so alternativlos, dass es selbst die Natur vor sich her scheucht? Bei mir wächst noch nix!

Der Garten ist abwechselnd von einer dünnen weißen Schneeschicht bedeckt und wenige Tage später dann wieder schlammbraun und leer. Im Gemüsebeet 1 Zentimeter großer Feldsalat und der Mangold aus dem letzten Herbst, der tapfer dem Wetter trotzt. Im Bauerngarten stehen die Stauden als dürre Gerippe. Die ersten schönen Februartage werde ich dazu nutzen, das aufzuräumen, was ich im alten Jahr nicht mehr geschafft habe. Und dann werde ich auch die Anzuchtschalen für die Tomaten auf die Fensterbank stellen. Bis April (Balkon) und Mai (Freiland) ist noch weit.

6 Gedanken zu “Jedes Gartenjahr ist neu – Kein Jahr ist wie zuvor – Aber Garten ist niemals ein Wettlauf!

    • Im April erst? So viel Geduld habe ich nicht. Wann sind denn die ersten Tomaten reif?
      Ich schneide im Februar die Hainbuchenhecke. Das sind ja quasi auch Bäume ;-) Solange die Hecke noch keine Blätter hat, habe ich viel weniger Grünschnitt, den ich zur Kompostanlage bringen muss.

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      • Ich denk, das war letztes Jahr Ende Juni … eher wäre aber auch nicht gegangen, das hätten die nicht bis zu den Eisheiligen ausgehalten … die waren so schon überfällig zum Einpflanzen.

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      • Deine Beobachtung ist richtig. Die Samen ruhen oft länger in der Erde, weil die Wachstumsbedingungen noch nicht richtig gegeben sind. Manchmal verschimmeln die Samen auch in der Erde. Dafür keimen die Samen, welche später gesät wurden viel schneller. Dasselbe gilt für die Pflanzen, die zum Aussetzen bereit sin: auch sie brauchen Wetter, dass ihr Wachstum fördert.

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