Der Garten im Dezember: Da geht noch was!

Die letzten Tage waren wie aus dem Bilderbuch. Mal neblig und unheimlich, mal wildromantisch und winterlich. Gleichzeitig bin ich überrascht, was an Gartenarbeiten noch möglich und sinnvoll ist. Der Dezember wird für mich mehr und mehr zum Gartenmonat. Im winterlichen Garten gibt es noch reichlich zu tun. Auch wenn die Fotos eher langweilig sind. Vieles ist schon braun und welk.

 

In den letzten Jahren war es im Dezember wärmer als im März. Daher bin ich von pauschalen Plänen à la „im Dezember Kübelpflanzen ins Winterquartier räumen“ abgekommen. Außerdem ist mir klar geworden, dass ich im Frühling und Sommer schon entscheide, wie viel Arbeit ich im Winter habe. Muss es unbedingt ein Kübel mit Kamelien sein? Oder gefällt mir auch eine Hortensie? Wenn ich keine Kamelien habe, brauche ich auch keine Panik vor der ersten Frostnacht. Hortensien im Boden überstehen den Winter gut. Brauche ich wirklich zusätzlich noch Hortensien in Kübeln? Bei mir dienen Kübel mittlerweile fast nur noch für einjährige Sommerblumen. Da kann der leere Kübel an Ort und Stelle bleiben und im nächsten Jahr wieder neu mit Cosmea, Zinnie und Co gefüllt werden.

Der Dezember ist für mich in diesem Jahr ein Wurzelmonat
Der neue Apfelbaum ist schon gepflanzt. Am letzten Wochenende waren nun die Setzlinge für die Hecke dran. Die Hecke hat ein paar lichte Stellen, die ich mit den Setzlingen schließen möchte. Beim Apfelbaum habe ich gewartet, bis er alle Blätter verloren hatte. Bei der Hecke wollte ich es genauso machen. Aber dann fiel mir ein, dass manche Bäume die Blätter erst mit dem neuen Austrieb verlieren.

Weil es mich selbst interessiert hat und weil ich mich natürlich auf meinem eigenen Blog nicht blamieren will, habe ich im Netz nach Hainbuche und Rotbuche und Blätter und Winter gestöbert. Die Antworten sind so zahlreich und beliebig kompliziert, dass ich am Ende nicht viel schlauer bin. An meiner Hecke, eine Mischung aus Hain- und Rotbuche ist, kann ich sehen, dass viele Blätter schon gefallen sind, aber nicht alle. Weder bei der einen, noch bei der anderen Sorte, die zwar den gleichen Nachnamen „Buche“ haben, aber in Wirklichkeit zwei ganz verschiedene Bäume sind:

  • Die Hainbuche (Carpinus betulus) sieht zwar auf den ersten Blick aus wie eine Buche, ist aber eine Birke (Betula).
  • Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist dagegen wirklich eine Buche (Fagus)

Die Setzlinge – allesamt Rotbuche – sind nun in der Erde. Einige mit, andere ohne Blätter. Der Frühling wird zeigen, ob es die richtige Methode war. Wenn das Wetter weiter so bleibt, ist als dritte Wurzelarbeit eine Magnolie dran. Sie hat einen schlechten Platz und solange sie noch recht klein ist, will ich sie versetzen. Wenn ich warte, bis alle Blätter gefallen sind, lassen sich diese Wurzelarbeiten frühestens seit Mitte November erledigen.

Der Dezember hat weit mehr zu bieten als Frostschutz und Adventsdeko. Ich freue mich sicherlich mehr auf den Juni als auf den Dezember, aber als Gartenmonat werde ich nun auch den Dezember mit einplanen.  

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