Salbei

Viele Jahre kannte ich Salbei nur als Hustenbonbon und verband damit eine ganz bestimmte Verkaufsbude in der Innenstadt, an der es im Winter bunte und stark duftende Bonbons zu kaufen gab. Im Rückblick denke ich, dass dies wahrscheinlich gar kein Salbei war sondern eher Anis und Fenchel, aber irgendwie hatte sich der Gedanke so bei mir eingeprägt. Es ist wohl echt hilfreich ab und ab zu überprüfen, ob das was man so denkt auch wahr ist oder ob das Ideen sind, die nur im eigenen Kopf herumschwirren. Unterstützung dabei bietet die Gedankenprüferin. Als ausgebildeter Coach (vtw) wendet sie die Technik „The Work“ von Byron Katie an.

Hier KG-2016_01a - Salbeiin meinem Garten habe ich beim Einzug einen einige Jahre alten Salbei-Strauch vorgefunden und seitdem bin ich ein Salbei-Fan geworden! Allein schon die Pflanze an sich finde ich beeindruckend. Die samtenen Blätter und der im Laufe der Jahre knorrig werdende Busch sehen einfach toll aus.

KG-2016_01c - HustenteeIch verwende Salbei zur Zeit als Hustentee und zum Räuchern. Als Essenszutat kommt er bisher bei mir weniger vor. Für den Hustentee koche ich einen ganz normalen schwarzen Tee und hänge eine Weile ein oder zwei frische Salbei-Blätter mit einer Mauly-Klemme hinein. Vor dem Trinken entferne ich Klemme und Blätter. Das ist nicht die hohe Schule des Kräutertees, aber einfach umzusetzen. Ich habe eine ganze Weile verschiedenste Kräutertees probiert, aber so sinnvoll und hilfreich die Inhaltsstoffe auch sind, geschmeckt hat mir keiner davon. So bin ich dann auf den Mittelweg schwarzer Tee + Salbei gekommen.

Für das Räuchern habe ich eine ganz ähnlich pragmatische Lösung gefunden: In einer feuerfesten Schale lege ich einen Zweig Salbei auf den Kaminofen. Nach kurzer Zeit duftet das ganze Zimmer angenehm frisch und klar nach Salbei. Ich bin immer wieder überrascht wie angenehm und freundlich dieser Duft ist.

Im Garten bin ich diesem Jahr auf den Muskateller-Salbei gespannt. In einem ersten Versuch war ich sehr enttäuscht vom Aroma der Blätter. Sie rochen und schmeckten einfach nur nach „grün“. Inzwischen habe ich gelesen, wie wunderschön der Muskateller-Salbei blüht. Auf diese Weise habe ich dann einen Salbei für die Blüten und einen für Tee und Räucherduft.

KG-2016_01b - Muskateller-SalbeiNachtrag: 30. Juni 2016: Jetzt blüht der Muskateller-Salbei (links im Bild) und es ist wirklich eine Pracht

KG-2016_01e - Muskateller-Salbei

Das schreiben andere Quellen zum Salbei:

Rudi Beiser: Mein Heilpflanzengarten

Der mehrjährige Salbei ist in der Mittelmeerflora zuhause. Bei den Griechen und Römern der Antike gehörte er zu den besonders geschätzten Heilpflanzen. Die Benediktiner brachten ihn über die Alpen und verbreiteten ihn durch ihre Klostergärten.

Salbei wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und zusammenziehend, deshalb sehr heilsam zum Gurgeln und Spülen bei Entzündungen in Mund und Rachen. Innerlich eingenommen als Tee oder Tinktur hat er eine schweißhemmende Wirkung.

 

Ursel Bühring: Alles über Heilpflanzen: Erkennen, anwenden und gesund bleiben

In der Antike kauten die Schüler der großen Philosophen stets Salbeiblätter während der Vorlesungen: Sie glaubten, das Kraut erfrische ihren Geist, verhelfe zu Weisheit, Zufriedenheit und zur Erkenntnis, was die Welt zusammenhält.

Später empfahlen kräuterkundige Ärzte eine Salbeikur gegen ein schlechtes Gedächtnis und ein schwaches Hirn; eine Empfehlung, die heutzutage durch neue Studien bestätigt wird: Salbeiöl soll die Gedächtnisleistung verbessern.

Die immergrünen Blätter können Sie das ganze Jahr über ernten, wobei die Winterblätter wenig Aroma und Heilkraft besitzen, aber als Geschmacksträger zum Kochen ausreichen. Für die medizinische Anwendung sollten Sie den Salbei kurz vor der Blüte im Mai und Juni ernten; dann ist der Gehalt an Inhaltsstoffen am höchsten:

Häufiges Ernten der Blätter oder der jungen Triebe sorgt für kompakten Wuchs und regt einen buschigen Neutrieb an. Schneiden Sie die Triebe 10 cm über der Erde ab, zupfen Sie die Blätter gleich ab, trocknen Sie sie rasch und schattig und bewahren Sie sie als „Ganzblattware“ luftdicht auf. Im August erfolgt der zweite, moderate Schnitt, so kann sich die Pflanze bis zum Winter erholen.

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