Eigentlich eine Herbstarbeit: Saatgutbestellung

Tja, das mit dem „eigentlich“ ist so eine Sache. Mir fällt bei diesem Stichwort sofort ein Band mit Erzählungen von Peter Bichsel ein „Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennenlernen“. Abgesehen von den zahlreichen Varianten, diesen Titel zu verstehen ist von Anfang an klar, dass sie am Ende der Geschichte vieles getan hat, nur den Milchmann hat sie nicht kennengelernt.

So hatte ich zwar behauptet das Sortieren und Bestellen des Saatguts sei für mich eine Herbstarbeit, aber mit der Umsetzung bin ich deutlich in Verzug geraten. Jetzt habe ich es also nachgeholt. Zumindest noch deutlich vor überall die Stände mit Saatguttütchen aus dem Nichts hervorwuchern.

Ich habe alles, was an Saatgut noch vorhanden ist auf dem Schreibtisch ausgebreitet. Einiges kam sofort in den Abfall und den Rest habe ich nach „Blumen“, „Gemüse“, „Tomaten“ und „Kräutern“ sortiert. So ganz klar begründen lässt sich diese Aufteilung nicht immer, aber ich habe für meinen Garten eine Vorstellung, was ich damit meine. Wenn in einem anderen Garten die Ringelblume als Heilkraut genutzt wird, dann kommt sie eben in eine andere Gruppe. Wichtig ist überhaupt ein paar Gruppen zu haben, um einfach etwas Übersicht und Struktur zu schaffen. Ob das nun nach Beeten, Blütenfarbe oder dem Alphabet geht, ist ersteinmal egal.

Für jede der Gruppen schaue ich, was noch vorhanden ist und was mir für meine Planung tatsächlich fehlt. Jetzt habe ich die Ernte noch halbwegs vor Augen und weiß wie voll oder durcheinander oder ungenutzt die Beete waren. Darum halte ich es für sinnvoll jetzt die Bestellung zu planen.

Für dieses Jahr muss ich ein paar Tomaten nachbestellen. Außerdem möchte ich mehr Ringelblumen, Sonnenhut und Cosmea haben. Zum Experimentieren noch zwei Sorten Salat und einen frühen Wirsing. Das reicht. Die passenden Bestellnummern suche ich gleich aus den Katalogen von Dreschflegel und Bingenheimer heraus. Damit erspare ich mir im Frühjahr bei jedem Besuch im Pflanzenmarkt viel Nachdenken, was mir vielleicht doch noch fehlt oder auch nur fehlen könnte.

GG-2016_03

Ein Gedanke zu “Eigentlich eine Herbstarbeit: Saatgutbestellung

  1. Ach ja, das steht bei mir auch noch an.
    Bis Ende Januar möchte ich mir einen Überblick verschafft haben, was noch da ist und was ich benötige. Eigentlich eine schöne Arbeit, dennoch verschiebe ich es jedes Jahr immer wieder nach hinten. Und schwupps ist es plötzlich da, das neue Gartenjahr und ich hänge schon hinterher. :-)

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