Im Frühling sind die Gurken wärmebedürftiger als die Tomaten. Die Tomaten stehen ab +2 °C auf dem Balkon und dürfen so früh wie möglich in den Garten (Freiland). Bei den Gurken bin ich sehr vorsichtig. Bevor es keine verlässlichen +10 °C sind, bleiben die Gurken auf der Fensterbank.
In diesem Sommer habe ich erlebt, dass es Gurken nicht nur zu kalt, sondern auch zu warm sein kann. Kaum hatte ich die ersten Gurken geerntet (Gurken wachsen & reifen viel schneller als Tomaten), schon kam die erste Hitzewelle und die Gurken starben dahin. Egal wie viel ich goss, es war den Gurken einfach zu heiß und zu wenig Luftfeuchtigkeit. Schade drum, dachte ich und hoffte stattdessen auf eine reiche Tomatenernte.
Mittlerweile habe ich reichlich Tomaten geerntet (sie sind kleiner als in anderen Jahren) und plötzlich starten die Gurken zu neuem Leben! Der Großteil der Gurkenpflanze sieht vertrocknet und abgestorben aus. Aber in einigen der Triebe steckt noch so viel Vitalität, dass sie neu austreiben, blühen und fruchten! Ich ernte jetzt mehr als im Frühsommer und während der Hitzewelle. Fast wollte ich die Gurken schon roden, damit ich im Herbst weniger Arbeit habe. Ein Glück, dass ich das gelassen habe!

