So bekomme ich meine Buschtomaten-Tomaten in Griff (Sibirisches Birnchen)

Mai 2021
Das Sibirische Birnchen war im letzten Jahr der Star meiner Tomaten. Große Mengen von orangerot-leuchtenden Früchten. Die Tomaten sehen wirklich aus wie kleine Birnen und sind superlecker. Ideal zum Naschen im Vorbeigehen. Wer seine Kinder in den Garten locken will, pflanzt Sibirisches Birnchen und lässt die Kinder die Tomaten entdecken.
Der einzige Nachteil ist, dass die Büsche im Laufe des Sommers so sehr wuchern, dass sich längst nicht alle Tomaten ernten lassen ohne die Zweige herauszubrechen.

In den ersten zwei Monaten sehen Tomatenpflanzen alle sehr ähnlich aus. Wenn die Pflanzen größer werden, entwickeln sich Seitentriebe. Bei den Stabtomaten werden alle Seitentriebe entfernt. Nur ein oder zwei Haupttriebe dürfen weiterwachsen und werden an den Stab gebunden, von dem die Stabtomaten den Namen haben. Bei Buschtomaten werden die Seitentriebe nicht entfernt. Trotzdem wächst anfangs auch bei Buschtomaten nur ein Haupttrieb. Anfangs. Im letzten Jahr dachte ich „Das kann doch nicht so schwer sein, auf die Seitentriebe zu achten und sie genauso anzubinden, wie den Haupttrieb.“
Es sieht einfach aus und endet in einem Gewirr von Seitentrieben, die abbrechen, auf dem Boden liegen oder widerwillig an zahlreiche Hilfskonstruktionen gebunden werden. Für dieses Jahr habe ich mir daher zwei Experimente vorgenommen.

1  Aus der Buschtomate wird eine Hängetomate.
Die Pflanzen wachsen in einem 1,25 Meter hohen Kübel (ein altes Regenfass). Ich gebe dem Haupttrieb von Anfang an eine gute Stütze. Die Seitentriebe dürfen nach Herzenslust umherwuchern und fallen im Laufe der Zeit durch ihr eigenes Gewicht nach unten.

2 Ich verwandele die Buschtomate in eine 6-triebige Stabtomate.
Ich baue eine Halterung für 1 bis 2 Haupttriebe und für insgesamt 4 Seitentriebe. Diese werden angebunden. Alle anderen werden entfernt, wie bei einer Stabtomate.

Juni 2021
Die Tomatenpflanzen sind jetzt etwa vier Monate alt. Nun zeigen sich die Unterschiede zwischen „Stab“ und „Busch“. Die drei Pflanzen in der Regentonne haben sich von einem zierlichen Haupttrieb in einen wuchernden Busch verwandelt. Mittlerweile glaube ich, den Grund für meine Schwierigkeiten mit den Buschtomaten gefunden zu haben: Es bilden sich nicht nur Seitentriebe (orange) sondern auch Seiten-Seitentriebe (gelb). Auf diese Weise entsteht ein unentwirrbares Gewusel aus Trieben, Blättern und Blüten. Es mag sein, dass jede Blüte, die irgendwo in diesem Busch blüht, auch eine Tomate hervorbringt, solange es nur genug Sonne, Wasser und Nährstoffe gibt. Dennoch werde ich alle diese Seiten-Seitentriebe entfernen. Ansonsten bleibe ich bei meinem Plan der Hängebuschtomate und der 6-triebigen Stabbuschtomate.

Juli 2021
Die Hängetomate hat sich gut entwickelt. Auch die Seitentriebe wachsen nach oben, obwohl sie nicht angebunden sind. Erst wenn sie etwa 75 Zentimeter hoch sind biegen sie sich zur Seite. Durch die Höhe des Fasses liegt keiner der Seitentriebe auf der Erde. Die Hängetomate hat den sonnigsten Standort meiner Tomaten. Gleichzeitig ist er am wenigsten vor Regen geschützt. Die Krautfäule hat den Pflanzen bereits jetzt, bevor auch nur eine einzige Tomate rot ist, so sehr zugesetzt, dass ich viele Blätter und die Hälfte der Triebe abgeschnitten habe. Die Idee funktioniert also – aber ob ich in diesem Jahr etwas ernte ist ungewiss.
Die 6-triebige Stabtomate hat einen Platz mit weniger Regen. Auch sie leidet unter der Krautfäule, wenn auch weit weniger stark. Ich hoffe, dass sie wenigstens bis zur ersten Ernte durchhält.

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