Butterblume: Die Trollblume des „kleinen Mannes“

Im Mai begann die Blüte der Butterblume (Scharfer Hahnenfuß). Sie wuchert in meinem Garten unaufhaltsam durch das Staudenbeet und mischt sich unter das ebenso wüchsige Vergissmeinnicht. Die sorgsam angepflanzten Zierstauden von Echinacea bis Pholx sind noch immer in der Vorbereitung. Da übernehmen eben die Wilden den Beetschmuck und die Versorgung der fliegenden Gartenbesucher von Hummel bis Wildbiene.

Als ich vor 5 Jahres das Staudenbeet angelegte, gab es dort auch Trollblumen. Sogar beide Sorten: Die eher kugelige und gelbe Europäische Trollblume (Trollius europaeus) und auch die schalenförmig-orange Chinesische (Trollius chinensis). Doch beide verschwanden noch schneller als der anspruchsvolle Rittersporn. Ich vermute, der Standort ist nicht dauerhaft feucht genug für die Trollblume.

So schön Wildstauden auch sind. Nicht alle lassen sich problemlos in den eigenen Garten verpflanzen. Aus der Rhön kenne ich ganze Trollblumenwiesen. Dort ist sie allerdings gleich doppelt geschützt. Die Trollblume steht unter Naturschutz, weil sie im Bestand gefährdet ist und Pflanzen ausbuddeln fällt im Biosphärenreservat Rhön eh aus.

Mittlerweile hat sich bei mir im Garten stattdessen der Scharfe Hahnenfuß angesiedelt. Die Blüten sind kleiner als bei der Europäischen Trollblume aber ansonsten sehen sie sich recht ähnlich. Beide gehören zur Pflanzengattung Hahnenfuß (Ranunculus). Die Blätter sind ähnlich gezackt und beide sind giftig, wie eigentlich alle Hahnenfüße. Bisher habe ich die Butterblume trotz der freundlich gelben Blüten eher zu den bösartigen Unkräutern gezählt und bin nun überrascht, dass sie in Staudengärtnereien zum Kauf angeboten wird. Von der Trollblume unterscheidet sie sich ganz eindeutig durch ihren unbändigen Ausbreitungsdrang.

So habe ich die Wahl zwischen der echten Trollblume, für die es bei mir nicht feucht genug ist und der Ersatz-Trollblume, die sich ausbreitet wie Unkraut. Für eine Weile freue ich mich über die zahlreichen gelb-kugeligen Blüten, aber sobald die ersten Büsche verblüht sind, muss ich beginnen den Scharfen Hahnenfuß begrenzen.

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