Die neue Saatgutsaison beginnt

Seit der Zeitumstellung fühle ich mich um den Tag betrogen! Nachmittags um 17 Uhr ist es bereits so dunkel wie eigentlich erst weit nach 20 Uhr. Wo sind die Stunden hin, die ich für Gartenarbeit nutzen könnte? Noch längst ist kein Frost – aber Gartenarbeit mit Taschenlampe? Von Montag bis Donnerstag verhindert mein „Nebenjob“ im Büro, dass ich dem Unkraut im Garten zu Leibe rücke. Anstatt wie Rumpelstilzchen ein NEIN-NEIN-NEIN!!! In das Staudenbeet zu stampfen, habe ich nun endlich zwei neue Steckdosen in der Küche installiert. Wetter und Temperaturen sind noch herbstlich, aber ich hole bereits die Liste der Winterarbeiten hervor. Eine davon ist die Saatgutbestellung.

Seit ich angefangen habe die Gemüsebeete tatsächlich zu planen und nicht mehr spontan zu entscheiden, weiß ich bereits im Herbst, was ich für das nächste Jahr brauche. Das ist für mich eine große Erleichterung. Anstatt bei jeder Gelegenheit von Bioladen bis Gartencenter neu zu überlegen, ob ich noch ausreichend Saatgut für Mangold oder andere Salate und Gemüse habe, plane und sortiere ich alles an einem Tag. Danach bestelle ich was fehlt und habe Ruhe bis zum Frühjahr.

Für das nächste Gartenjahr habe ich mir einige Wild- und Unkrautsalate vorgenommen: Rote Melde, Guter Heinrich und Weißer Gänsefuß. Ich war überrascht, wie schwierig es ist Saatgut zu bekommen. Bei der Suche danach habe ich den Templiner Kräutergarten entdeckt. Dort gibt es sogar Saatgut für Giersch! Bisher kenne ich eher Anleitungen, um Giersch wieder los zu werden. Vielleicht sollte ich meinen Giersch auch verkaufen? Mein Giersch ist dermaßen Bio. Seit mindestens 10 Jahren nicht gedüngt. Direktversorgung mit frischem Wasser aus nordhessischen Regenwolken. Er führt ein selbstbestimmtes Leben auf einer lieblichen Apfelbaumwiese. Falls ihn keiner haben will – was ich verstehen könnte – wird er mir wieder am März/April die Salatschüssel füllen. Im nächsten Jahr hoffentlich zusammen mit den anderen Wilden.

2 Gedanken zu “Die neue Saatgutsaison beginnt

  1. Hoi Uhle
    Ich plan das auch immer und dann kommt es doch wieder anders als gedacht. Da bin ich einfach zu wenig strikt mit mir selber oder ich kann mir den Plan halt nicht auswendig merken und denke dann „nein nur für das Papier ziehst Du jetzt nicht die ganzen Gartenklamotten wieder aus und gehst ihn drinnen holen“. Also bleibt es wohl ein eher gemischtes Durcheinander.
    Grüess Pascale

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    • Ja, das Planen und Bestellen funktioniert gut ;-) Bei der Umsetzung ist alles Bestens so lange es um die Vorkultur auf dem Fensterbrett geht. Je länger die Zeit ins Jahr geht, desto wackliger wird die Umsetzung. Ich würde den Plan ja mit in den Garten nehmen – wenn ich mich bloß daran erinnern würde, dass ich für Juni irgendeine Aussaat vorgesehen hatte. Es ist einfach jedes Jahr wieder ein neues Experiment! Viele Grüße, Uhle

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