Januargarten ODER Der Winter in den Gartenzeitschriften

Man darf den Winter in den Gartenzeitschriften nicht mit dem Winter im Garten verwechseln. Das gilt eigentlich für das ganze Jahr, aber im Winter wird es am Deutlichsten. In den Gartenmagazinen dominieren zu dieser Zeit immer wieder zwei Themen:

1 Die wunderschönen vertrockneten Stauden, die mit Raureif überzogen sind.

Diese Photos sind wirklich schön – leider, mir sind sie noch nie gelungen. Meist liegt es daran, dass die alten Blütenstände zwar noch da sind, aber mit oder ohne Raureif einfach nur verwelkt und hässlich aussehen. Es mag aber durchaus Gärten und Gärtner geben, wo das gelingt und dann ist es wirklich schön.

Mittlerweile bin ich dazu übergegangen die Stauden bereits im Spätherbst/Frühwinter zurück zu schneiden. Das ist eine gute Arbeit für den November & Dezember-Garten. Je nachdem, wann eine günstige Gelegenheit dafür ist. Im Februar / März, wenn das neue Gartenjahr beginnt ist mit jedem Sonnentag so viel zu tun, dass ich um jede Arbeit froh bin, die bereits erledigt ist. Da ist es praktischer im neuen Gartenjahr das Beet leer zu haben und neu zu beginnen. Das Alte soll im alten Jahr zurück bleiben.

2 Welche Winterarbeiten sind jetzt zu erledigen

Die Autoren schwärmen vom Blättern in Gartenkatalogen, der Pflege der Gartengeräte oder dem Herstellen von selbst geschnitzten Kleiderhaken aus Astgabeln. Ich sehe das mittlerweile ganz anders. Ich habe den Eindruck, dass den Gartenheftautoren einfach nichts einfällt, aber der Herausgeber darauf besteht, dass es auch im Januar ein neues Heft gibt. Das Gärtnern ist ein Leben mit und in der Natur. Bereits im späten Herbst ist deutlich zu spüren, wie die Natur „ausatmet“ und zur Ruhe kommt. Dem sollte sich der Gärtner anschließen. Der Winter ist nicht die Zeit, um der Natur ein Schnippchen zu schlagen um wie Hase und Igel vor dem Frühjahr schon da zu sein und im Februar schon die ersten Blüten an den vorgezogenen Tomaten zu haben. Das ist doch genau das, was die Baumärkte mit vollen Pflanzenregalen zur Unzeit vormachen. Welchen Grund sollte es geben, sich daran zu orientieren? Der Winter ist auch für den Gärtner die Zeit der Ruhe und des Insichgehens nach getaner Arbeit. Ein guter Platz ist ein Sessel am Kaminfeuer.

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