Wegwartenschule

Vor zwei Jahren habe ich am Straßenrand eine Wegwarte ausgegraben und bei mir im Garten angesiedelt. Dabei wurde mir klar, was es eigentlich heißt, dass ein Fahrbahnrand „befestigt“ ist. Die Unterkonstruktion der Straße geht rechts und links weit über die asphaltierte Fläche hinaus. In diese Unterkonstruktion aus festgestampftem Kies und Beton krallt sich die Wegwarte mit ihrer Pfahlwurzel. Daher ist es – selbst an einer idyllischen Landstraße – gar nicht so leicht eine der so freundlich hellblau leuchtenden Wegwarten auszugraben. Ich war dann meist mit Handgrabegabel und einem halbvollen Eimer Blumenerde unterwegs und habe es immer mal wieder probiert, bis ich es dann geschafft hatte mehrere Exemplare von verschiedenen Landstraßen und städtischen Grünstreifen in meinem Garten willkommen zu heißen.

Inzwischen habe ich gelesen, dass Wegwarten zweijährig sind, nach der Aussaat also erst im darauffolgenden Jahr blühen. Im Garten kann ich mittlerweile nicht mehr unterscheiden, welche Pflanze sich wann ausgesät hat und wann sie dann zum ersten mal blühte. Für dieses Jahr habe ich nun Wegwarten neu ausgesät und beobachte sie in separaten Töpfen, damit ich besser verstehe, wie sie sich entwickeln.

Das Fernziel ist vorgezogene Pflanzen und auch Samen zu verkaufen. Dafür muss ich dann einfach wissen, wann sie blühen. Wenn sie tatsächlich erst im zweiten Jahr blühen, kann ich mir vorstellen, dass ich dann alle drei Stufen zum Verkauf anbiete: Samen, einjährige Pflanzen und zweijährige Pflanzen.

GG-2015_04b - Wegwartenschule

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