Pfingsten ist vorbei, aber noch immer stehen die Blätter der Osterglocken in kräftigen Büscheln auf der Wiese. Die Tulpen sind schon gelb und schlapp. Die Hyazinthen habe ich aus den Augen verloren und die Blätter der recht späten Schlüsselblumen sind niedrig und unauffällig. Ich mähe meine Gartenwiese nun zum zweiten Mal für dieses Jahr und kurve noch immer um die Osterglocken herum. Im März freue ich mich über die vielen bunten Flecken im Garten. Mittlerweile ist es jedoch ein Hindernisparcours. Hätte ich vielleicht doch alle Zwiebelblumen in eine gemeinsame Reihe setzen sollen? Hm, das wäre sicher praktischer gewesen. Aber schöner ist es schon, dass überall etwas blüht.
Wann und wie viel der Wiese ich mähe, hängt also nicht nur vom Wetter ab, sondern davon, ob die Blätter der Zwiebelblumen welk sind. Je nach Sorte werden die Blätter unterschiedlich schnell welk. Von Schneeglöckchen ist schon lange nichts mehr zu sehen. Aber die waren ja auch die ersten. Tulpen und Narzissen blühen zu ähnlicher Zeit, aber die Narzissen brauchen viel länger, um welk zu werden. Also entweder eine große Narzissen-Insel pflanzen oder bis Ende Mai einen Mäh-Parcours fahren.
Theoretisch funktioniert es gut, die Frühblüher in ein Beet mit Zierstauden zu integrieren und die welken Blätter im Frühsommer überwuchern zu lassen. Mittlerweile habe ich allerdings kaum noch Zierstauden und ihre wilden Verwandten wandern auch mal auf dem Grundstück umher. Diese Lösung funktioniert bei mir daher nicht.