Gierschkompost – Wenn aufessen nicht ausreicht: Auf den Kompost damit!

Ganz egal, ob ich will oder nicht. Der Giersch ist immer wieder ein Thema für mich. Wenn ich die Gemüsebeete nutzen möchte, muss ich den Giersch zumindest regelmäßig jäten. Dabei stellt ich mir immer wieder die Frage, ob es, außer jäten nicht noch andere Möglichkeiten gibt. Mein aktueller Versuch ist die Kompostierung der Blätter. Dabei bleiben die Wurzeln zwar im Boden, aber auch der Giersch braucht Blätter und Sonnenlicht zum Leben. Durch das großflächige Ernten der Blätter lässt sich der Giersch vielleicht etwas im Zaum halten und andere Pflanzen bekommen wieder die Möglichkeit sich anzusiedeln.

Seit einigen Jahren versuche ich mich mehr schlecht als recht an der Kompostherstellung. Ich gebe allerdings zu, der Sache keine besonders intensive Beachtung zu schenken. Alles, was mir geeignet scheint, kommt auf meinen eigenen Kompost. Der Rest wandert zu örtlichen Kompostanlage. Ungeeignet erscheint mir zum Beispiel der Heckenschnitt der Eibenhecke. Eibe ist endlos zäh und giftig dazu. Oder auch blühendes Unkraut wie Pyrenäenstorchschnabel (wenn er in Mengen auftritt) und natürlich erst recht die Wurzeln des Unkrauts, allen voran der Giersch. Da ich das Kompostieren sehr laienhaft betreibe, befürchte ich das Unkraut noch zu fördern und endgültig im gesamten Garten zu verteilen. Was ich jedoch weiß, ist, dass die Bestandteile nicht zu feucht und nicht zu trocken sein dürfen. In den letzten Jahren hatte ich immer zu viel an feuchtem Rasenschnitt. Ich hätte ihn gerne selbst kompostiert, musste ihn dann aber wegbringen, weil ich einfach bergweise davon hatte.

Vor zwei Wochen habe ich die Hainbuchenhecke geschnitten und alles liegen gelassen, damit es dürr und trocken wird. Endlich habe ich genug trockenes Material, um auch den Rasenschnitt zu kompostieren. So dachte ich mir das zumindest. Bei der aktuellen Hitze ist an Rasenmähen allerdings nicht zu denken. Ich bin froh um jedes Hälmchen, das noch nicht verdörrt ist. Kaum glaube ich also aus der Gartenerfahrung der letzten Jahre etwas gelernt zu haben, hat sich der Garten bereits verwandelt. Geduld ist das eine wesentliche Thema im Garten. Die ständige Veränderung, der Wandel zu immer wieder Neuem das andere.

Wenn der Garten sich ständig verändert, dann muss ich eben auch auf neue Gedanken kommen. Zum ersten Mal freue ich mich darüber, dass der Giersch so gut gedeiht. Sein größtes Verbreitungsgebiet ist auch etwas schattiger und als der Rasen und praktischerweise in der Nähe der Hainbuchenhecke. Ich verteile also den Heckenschnitt gleichmäßig über meine Gierschwiese und zerkleinere alles zusammen mit dem Rasenmäher. Das Ergebnis ist eine luftige Mischung aus trockener Hainbuche und feuchtem Giersch. Perfekt!

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