Der erste Frost macht bisher noch einen Bogen um meinen Garten und beschert der Kapuzinerkresse einen extralangen Herbst. Die Blätter der Kapuzinerkresse enthalten sogenannte Senfölglykoside, die gegen Entzündungen der Atemwege helfen. Solange ich die Kapuzinerkresse noch im Garten habe, esse ich täglich ein paar Blätter als Erkältungsprophylaxe. Der Beitrag „Kapuzinerkresse hilft bei Erkältung und Blasenentzündung“ des Bayerischen Rundfunks fasst die medizinischen Aspekte gut zusammen. Leider ist die Kapuzinerkresse eine sehr verfrorene Gesellin. Sobald der erste Frost auch nur in ihre Nähe kommt, ist es um sie geschehen.


Palmkohl, rote Beete und selbst die letzten Blätter Mangold fürchten sich da deutlich weniger vor Frost. Meine Gemüsebeete sind für dieses Jahr schon recht leer. Ich war im September zum Wandern im Lake District in England und habe es verpasst Wintergemüse und -Salate auszusäen.
Ich bin immer wieder überrascht, was der Garten selbst im November noch zu bieten hat. Wenn ich in Ruhe hinschaue, finde ich allerlei Blüten der Sommerblumen. Einige der Blüten sehen mittlerweile etwas zerzaust aus. Aber ist das eine Überraschung? Ich möchte nicht wissen, wie ich aussähe, wenn ich den Herbst im Garten verbrächte, anstatt mich an den Kamin zu flüchten. Und aus den Blättern von Rote Beete, Mangold, Palmkohl, Rucola und Kapuzinerkresse lässt sich noch immer eine Salatschüssel pflücken.



