Ein Blühstreifen im eigenen Garten: 3. Enttäuschendes Ergebnis

Die Umsetzung meiner Blühstreifen-Idee funktioniert leider überhauptgarnicht!

Der Wiese hat der Rückschnitt gut getan. Sie wuchert nun kräftig mit allem, was zuvor dort auch schon wuchs. Vor Allem Löwenzahn und Habichtskraut. Auch der Giersch breitet sich nun gut aus, weil ich seit dem Frühling nicht mehr gemäht habe. Einzig eine Stelle, die ich nicht nur zentimeterdick mit Erde bestreut, sondern umgegraben habe entwickelt sich so wie geplant.

Die umgegrabene Stelle hat nicht mehr Pflege oder Wasser bekommen als der Rest der Fläche. Offensichtlich sind die bereits verwurzelten Pflanzen so stark, dass sich darauf nichts Neues ansiedeln kann. Aber, ein Teil des Planes funktioniert also: Es reicht aus, das Saatgut zu verteilen und anzugießen. Der Untergrund muss jedoch offener Boden sein. Eine bereits vorhandene Wiese lässt sich auf diese Weise nicht ergänzen. Ich habe bei anderen Pflanzungen im Garten erlebt, wie schnell große Mengen an abgeschälter Grasnarbe zusammen kommen bzw. wie viel Erde nötig ist, um „gerade mal eben“ eine Fläche von 5 mal 10 Metern aufzufüllen. Dies war für mich der Grund einen neuen Weg auszuprobieren. Doch so einfach wie erhofft lässt sich ein Blühstreifen nicht anlegen. Aber ich experimentiere weiter! Im nächsten Versuch werde ich nun mit einzelnen Stellen dieser Fläche weiterarbeiten. Vielleicht reicht es ja aus, mehrfach eine Fläche von 50 mal 100 Zentimetern umzugraben und auszusäen, damit sich Stück für Stück nicht nur Habichtskraut und Giersch sondern auch Ringelblume, kalifornischer Mohn,  Kornblumen und wilde Malven dort ausbreiten. Gleichzeitig behalte ich auch die Strategie der Selbstaussaat bei. Ich werfe die Samenstände von Blumen, die sowieso hier wachsen großzügig auf die Wiese: Johanniskraut, Akelei oder Löwenmäulchen.

5 Gedanken zu “Ein Blühstreifen im eigenen Garten: 3. Enttäuschendes Ergebnis

  1. Das wird bestimmt besser. Die letzten beiden Jahre waren auch außergewöhnlich warm und trocken so dass es Neusaaten zusätzlich schwer haben.
    Ich habe bei unseren Versuchen mit wilden Wiesen immer die Grasnarbe großzügig abgetragen und für andere Projekte als Füllmaterial verwendet (zb der Steingarten). Frei nach dem Motto, der Garten soll auch in die Höhe wachsen.
    Viel Erfolg im neuen Jahr!

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    • Das Abtragen der Grasnarbe ist wohl unumgänglich. So werde ich es dieses Jahr machen. Bisher hat mich hauptsächlich die Menge (und das Gewicht!) der Erde abgeschreckt, die ich nach dem Abtragen der Grasnarbe brauche, um alles wieder aufzufüllen. Im letzten Jahr habe ich nun einen Vorrat angelegt. Außerdem bekommen die Tomaten jedes Jahr frische Erde. Beides zusammen ergibt dann genug Material für den Blühstreifen.
      Es sieht hinterher so einfach und leicht aus. Unglaublich wieviel Aufwnad in so ein paar Blüten steckt…

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  2. Nicht aufgeben! Bei unseren Besuchen in englischen Gärten habe ich dieses Jahr gelernt, dass selbst die Profis jahrelang an solchen Blumenwiesen arbeiten. Die Herausforderung scheint um ein Vielfaches größer zu sein, als das natürliche Erscheinungsbild vermuten lässt. Viel Erfolg also weiterhin!

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    • Danke für die Aufmunterung! Das Schöne am Gärtnern ist, dass es jedes Jahr neu beginnt. Es war zwar in diesem Sommer frustrierend, dass aus dem Blühstreifen nichts geworden ist, aber inzwischen habe ich neue Ideen für das nächste Frühjahr. Ich bin gespannt auf den zweiten Versuch…

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