Ein Blühstreifen im eigenen Garten: 2 Vorbereitung & Aussaat

Seit November liegen nun die gesammelten WiesenWildSommerBlumen-Mischungen griffbereit in der Saatgutkiste ( -> Ein Blühstreifen im eigenen Garten 1: Die Idee). Warum muss man als Gärtner bloß immer so geduldig sein? Manchmal ist das echt anstrengend. Nun gut, wenn das Saatgut eine bestimmte Temperatur zum Keimen braucht, dann macht es im Januar kaum Sinn, es schon zu verteilen, leider.

Ich hatte heimlich auf den Klimawandel gehofft ­­– damit der auch endlich einmal für etwas gut ist­­ – wenn ich mir die letzten Jahre ansehe, ist der Klimawandel aber eher für die Kombination aus Dezemberfrühling und Märzwinter verantwortlich und die Aussaattermine verschieben sich weiter in Richtung Sommer.

Nun steht die Apfelwiese gerade zum ersten Mal in diesem Jahr in voller Blüte: Wiesenschaumkraut und Löwenzahn. Bevor der Löwenzahn sich in Pusteblumen verwandelt, schnappe ich mir den Rasenmäher, um Platz für meinen Experimentiergarten zu schaffen. Ich mähe so niedrig wie möglich und verteile eine dünne Schicht Erde auf der Wiese. Es klingt so verführerisch einfach „abmähen – Erde glattrechen – Saatgut verteilen“, doch bis ich eine halbwegs geschlossene Fläche nur ganz dünn mit Erde bedeckt habe, sind etwa 250 Liter Erde verteilt. Während ich danach auf der Terrasse sitze und mir frischgebackenen Rhabarberkuchen schmecken lasse, freuen sich die Amseln über das Büfett unter den Apfelbäumen. Für mich war beim Verteilen nur Erde zu sehen, aber die Amseln sind begeistert. Mal sehen, wie das wird wenn ich ausgesät habe…

Nach den sommerlichen Tagen ist nun kühleres Wetter und Regen angesagt. Bevor, der Löwenzahn die Wiese zurückerobert, mische ich nun sämtliches Saatgut, verteile alles großflächig zwischen den Apfelbäumen und trampele es fest. Nun noch alles sanft und trotzdem intensiv gießen und dann heißt es warten. Was wird von den Wiesen- und Sommerblumen in 6 Wochen blühen? Ich bin immer wieder überrascht, welche Pflanzen sich ganz von alleine auf der Wiese ansiedeln, wenn ich nur lange genug nicht mähe. Gleichzeitig ist mir klar, dass vieles von meinem Saatgut als Vogelfutter enden und anderes von den bereits eingewachsenen Pflanzen überwuchert wird. Es ist ein Versuch und ich freue mich über jede Blüte, die neu dazu kommt.

Kaum bin ich fertig mit säen, trampeln und wässern, kommt schon der erste Besucher meines Blühstreifens.

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